Drei Damen vom Grill

Wir haben uns in den letzten Wochen alle 140 Folgen der Serie „Drei Damen vom Grill“ angesehen. Zur Vervollständigung hätten wir uns noch gerne die Parodie „Drei Drachen vom Grill“ angesehen, die aber leider nicht auf DVD erhältlich ist; und die VHS sind verloren gegangen oder liegen in einer Kiste, wo wir sie „gleich finden, wenn wir sie brauchen“.

„Drei Damen vom Grill“ wurde von 1977 bis 1991 ausgestrahlt: Oma, Mutter und Tochter Färber betreiben einen Imbissstand, der im Laufe der Zeit seinen Standort wechselt – vom Nollendorfplatz in Schöneberg über den Steubenplatz in Westend zur Arminiusmarkthalle in Moabit. Die Serie ist verfilmtes Volkstheater aus Westberlin: Große Sprüche aus der piefigen Weltstadt. Gerade diese Klischees machen den Reiz der Vorabendserie aus: Ich höre an der Sprache und sehe an den Rollen, in welcher Stadt die Serie handelt, auch wenn der Berliner Dialekt übertrieben und die Figuren bis über jede Grenze von Vorurteilen hinaus gespielt werden.

In den aktuellen Serien – und wegen der Grippe habe ich in den vergangenen beiden Wochen in ein paar hineingesehen – muss mir als Zuschauer immer wieder gesagt werden, wo sie spielen. Bei „Drei Damen vom Grill“ merkt man an den meisten Geschichten, dass sie in Westberlin handeln. Das tröstet auch über die völlig verkorksten Vornamen der Figuren hinweg.

Die Serie gehört für uns zu den „süßen Versuchungen“, die wir gönnen, wenn wir es gemütlich brauchen: Wir können entspannt wegdriften und verpassen trotzdem nichts.

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