Neben-Bücher

Es gibt ein „Hauptbuch“ – einen Roman oder ein Sachbuch -, dem ich meine ganze Aufmerksamkeit widme, darum brauche ich auch ziemlich lange für ein Buch. Auf meinem Nachttisch liegen stets zwei, drei Bücher, in denen ich blättere, damit ich nach einem anstrengenden Tag noch etwas entspanne.

Zur Zeit liegt dort unter anderem ein Band mit Gedichten von Matthias Claudius. Ich kann die Gedichte nicht auswendig; wenn ich mich nicht konzentriere, habe ich sowieso ein schlechtes Gedächtnis. Aber die Gedichte sind mir vertraut.

Eine Zeit lang lag neben meinem Bett „Leberecht Hühnchen“ von Heinrich Seidel, einfache Glücksgeschichten, Idyllen aus Gegenden, die heute – 130 Jahre später – längst großstädtischer Teil Berlins geworden sind.

Bis auf eines wechseln diese Nebenbücher und, bevor ich das Licht ausmache, nehme ich mir für jedes Buch ein paar Zeilen Zeit. Wenn es einmal später geworden ist und der Wecker am nächsten Morgen trotzdem um 5.30 Uhr läuten wird, dann denke ich erst, dass ich auf das Lesen verzichten sollte. Aber ich kann nicht richtig einschlafen, dann stehe ich leise auf, um meinen Freund nicht zu wecken, nehme eines der Bücher und setze mich für ein paar Minuten ins Wohnzimmer. Danach klappt es auch wieder mit dem Einschlafen.

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