Martin Suter: Montecristo

Im letzten Jahr meinte mein Therapeut, ich solle mal wieder Bücher von lebenden Autoren lesen (ich bin ein Klassiker-Fan) – also bin ich losgezogen und habe eingekauft. Unter meiner Beute befand sich auch Martin Suters „Montecristo“.

Ich mag Krimis, Wirtschaftskrimis lese ich selten. Naja, dachte ich, Martin Suter ist bekannt, gute Kritiken und ein ansprechender Klappentext. Leider hat „Montecristo“ bestätigt, dass ich Wirtschaftskrimis langweilig finde: Wenn sich auch die Branchen ändern – Banken, Versicherungen, Lebensmittel, Bücher -, sie bleiben vorhersehbar. Auch „Montecristo“ macht bei der Auflösung keine Ausnahme und der Schluss ist enttäuschend konstruiert. Die Spannung hält sich auch in Grenzen, weil die Puzzle-Teile schlicht zu groß sind, um etwas zu übersehen.

Vielleicht hätte sich Martin Suter Anregungen bei ein paar guten Spionageromanen holen sollen oder wenigstens zwei Hitchcock-Filme mehr sehen sollen.

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