Hurz-Nachwirkungen

Am Sonntagabend wurden auf Deutschlandradio Kultur sehr schöne Aufnahmen polnischer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts gesendet. Aber jedes Mal, wenn der Ansager die polnischen Namen aussprach, musste ich an Hape Kerkeling und den „Hurz-Sketch“ denken.

Während die Musik lief, war alles in Ordnung, aber der Ansager brauchte nur Juliusz Zarebski, Alexander Zarzycki oder Piotr Salajczyk (Pianist) sagen – da musste ich mir das Lachen verkneifen: Ich sah einen bärtigen Kerkeling „Hurz“ rufen und das Publikum applaudieren.

„Ohrwürmer“ beschäftigen das Gehirn, weil das „Arbeitsgedächtnis“ nicht ausgelastet ist, z. B. bei alltäglichen Aufgaben, die keine große Konzentration erfordern. Wird das Arbeitsgedächtnis angemessen beschäftigt, verschwindet auch der Ohrwurm.

Bei verbalen oder visuellen „Ohrwürmern“ spricht man wahrscheinlich nur von Erinnerungen, aber sie können genauso nervig sein, weil sich das Gehirn einprägt, wann es die Erinnerung abruft – nämlich im ungünstigsten Moment.

Als Nächstes folgt die Polonaise in Fis-Dur, Opus Nr. 6, von Juliusz Zarebski, gespielt von Tomasz Kamieniak.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s